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Erziehung und Entwicklung zu einem freien Geist

Freigeisterchen ist sowohl Materialsammlung als auch Nachrichtenplattform zu Fragen der (Kinder-)Erziehung und (Selbst-)Entwicklung.

Leitgedanke ist uns dabei stets die Befreiung von religiösen und ideologischen Beschränktheiten - zu einer selbstbestimmten und eigenverantwortlichen Lebensführung.

Besondere Aufmerksamkeit gilt hier der Familie, dem Familienleben und der Kindererziehung.

Es ist eindeutig an der Zeit, dass wir lernen, unsere emotionalen Bedürfnisse zu befriedigen, ohne uns dem Absurden hinzugeben. Wir müssen Mittel und Wege finden, uns auf die Kraft des Rituals zu berufen und die Übergänge, die in jedem Menschenleben nach Tiefgründigkeit verlangen – Geburt, Hochzeit, Tod –, so zu vollziehen, dass wir uns dabei nicht mehr über die wahre Natur der Dinge in die eigene Tasche lügen.

Erst dann wird die Erziehung unserer Kinder zu dem Glauben, dass sie Christen, Muslime oder Juden seien, weitgehend als das erkannt werden, was sie ist: eine aberwitzige Schamlosigkeit.

Sam Harris

Thematische Übersicht

:!: In Bearbeitung :!:

Da sich viele Artikel noch in frühen Bearbeitungsstadien befinden bzw. noch überarbeitet werden müssen, kann u.U. diese kleine Übersicht helfen:

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Aktuell: Zur Wintersonnenwende

Auch wir sind z.Zt. mit den Vorbereitungen für die Mittwinter-Feiern beschäftigt - verzichten aber absichtlich und nachdrücklich auf die Elemente, die das Christentum diesem Fest aufgezwängt hat.

Das fällt nicht mal besonders schwer, da gerade das Christentum mit dem Fest der Wintersonnenwende so gar nichts anzufangen weiß, das „Fest der ewigen Wiederkehr“ passt nicht in diesen apokalyptischen, lebens- und naturfeindlichen Kult.

Bei uns gibt es einen immergrünen Baum (ja, im Zimmer - so viel „Zivilisation“ gönnen wir uns dann doch), ein Hexenhaus mit Süßigkeiten (das Märchen dazu fanden wir zu dämlich, um es zu erzählen), Väterchen Forst (wenn möglich in anderen als Coca-Cola-Farben), Lieder über die Schönheit von Winter und Schnee, einen Kalender, der die Tage bis zur Wintersonnenwende zählt: Wir feiern am 22.12. (oder 21.12. je nach dem), mit Geschenken, von Leuten, die an uns denken und uns mögen.

Keine Engel, keine Krippen, kein Weihnachtsmann, kein „Christkind“, kein Merchandising, kein billiger Hokuspokus, kein Angst-Einjagen, keine „bösen Kinder“, keine „guten Kinder“ - kein Unsinn, kein Bullshit.

Ein besinnliches Familienfest zu Beginn des Winters, wo man auf Schnee hofft, sich auf Schlittenfahren und lange Spiele- und Vorlese-Abende bei Kerzenlicht und Keksen im Kreise seiner Familie und Freunde freut.

Wer noch Geschenkidee braucht, kann bei den Spielen oder Büchern reingucken. Wir haben eine Liste mit Spielen und Hörbüchern bei Amazon zusammengestellt zum Informieren - kauft wenn möglich bei einem Laden um die Ecke. ;-)

Pfeifen im Walde? Krakeelen im Kielraum!

Da gibt es eine Partei, die es gerade in einem kleinen Land über die 5%-Hürde geschafft hat. Diese Partei ist eine kleine Partei. Sie hat ein kleines Themenspektrum. Wer lange sucht, findet in ihrem nicht gerade kleinen oder übersichtlichen Daten-Wust im Internet die eine oder andere Erwähnung des Laizismus, sogar einen angenommenen Antrag zum Laizismus. Nein, Teil des offiziellen Parteiprogrammes ist das noch lange nicht.1)

Der Untergang des Abendlandes ist nah - Laizismus an Bord des Piratenschiffes!Damit ist diese kleine Partei in Deutschland die einzige Partei, die für weltanschauliche Neutralität des Staates, für wirkliche Glaubensfreiheit, für Laizismus in Deutschland eintritt. Dieses in der Realität umzusetzen dürfte nicht leicht werden, der Filz zwischen Staat und Kirche ist kräftig und die meisten Volksvertreter sehen zumindest keine Veranlassung, es sich mit der Kirche zu verscherzen, um es mal milde auszudrücken.

Wer würde diese kleine Partei wohl als Bedrohung ansehen? Die Kleriker? Nein, nicht doch - nicht in einem demokratischen Staat, in dem alle anderen Parteien nahezu geschlossen der Kirche ihren Sonderstatus belassen wollen! Könnte man denken… läge man aber falsch mit - die klerikale Propaganda tönt lautstark: Laizismus ist nicht möglich, dafür ist der Filz viel zu stark!

Die Forderung der Piratenpartei nach strikter Trennung von Staat und Kirche hat nach Ansicht von Parteienforschern wenig Chancen auf Verwirklichung. Die historisch gewachsenen Beziehungen zwischen Kirchen und Staat seien „Teil der politischen Kultur in Deutschland“.

Für eine Änderung der Verträge zwischen Kirchen und Staat werde die Piratenpartei weder eine parlamentarische noch eine gesellschaftliche Mehrheit finden.

evangelisch.de: Piraten-Forderung zu Kirchen "nicht durchsetzbar"

Eine gesellschaftliche Mehrheit für Verträge von 1803? Eine gesellschaftliche Mehrheit für Vereinbarungen mit den Nationalsozialisten? Eine gesellschaftliche Mehrheit für mittelalterliche Pfründe? Eine gesellschaftliche Mehrheit für Staatsreligion? Eine gesellschaftliche Mehrheit für totale Undurchsichtigkeit der Kirchenfinanzen? Eine gesellschaftliche Mehrheit für die staatliche Bezahlung zehntausender Männern in seltsamen Kleidern? Eine gesellschaftliche Mehrheit für Vertuschung von Kindesmissbrauch in der Kirche?

Nein, dafür gibt es keine gesellschaftliche Mehrheit - es interessiert die meisten nur nicht genug, dass sie sich darüber aufregen würden. Das wird erst anders, wenn das Geld knapper und offensichtlich wird, wohin die Steuermillionen fließen - und selbst die nicht sonderlich kirchenkritischen Öffentlichen-Rechtlichen Fernsehanstalten haben jetzt doch tatsächlich was raus gefunden: Es gibt “Die heimliche Kirchensteuer” - nur ca. ein Jahr nach Carsten Frerks “Violettbuch Kirchenfinanzen”, aber immerhin!

Hier nochmal in Gänze aus dem Grundsatzprogramm der Berliner Piraten:

Freiheit und Vielfalt der kulturellen, religiösen und weltanschaulichen Einstellungen kennzeichnen die modernen Gesellschaften. Diese Freiheiten zu garantieren, ist Verpflichtung für das Staatswesen. Dabei verstehen wir unter Religionsfreiheit nicht nur die Freiheit zur Ausübung einer Religion, sondern auch die Freiheit von religiöser Bevormundung. Wir erkennen und achten die Bedeutung, die individuell gelebte Religiosität für den einzelnen Menschen erlangen kann. Die weltanschauliche Neutralität des Staates herzustellen, ist daher eine für die gedeihliche Entwicklung des Gemeinwesens notwendige Voraussetzung. Ein säkularer Staat erfordert die strikte Trennung von religiösen und staatlichen Belangen; finanzielle und strukturelle Privilegien einzelner Glaubensgemeinschaften, etwa im Rahmen finanzieller Alimentierung, bei der Übertragung von Aufgaben in staatlichen Institutionen und beim Betrieb von sozialen Einrichtungen, sind höchst fragwürdig und daher abzubauen. Im Sinne der Datensparsamkeit ist die Erfassung der Religionszugehörigkeit durch staatliche Stellen aufzuheben, ein staatlicher Einzug von Kirchenbeiträgen kann nicht gerechtfertigt werden.

Grundsatzprogramm der Berliner Piraten (PDF)

TL;DR: Piratenpartei in Berlin hat Laizismus im Programm - christliche Propaganda erklärt prompt Laizismus für unmöglich.

1) Leider wird das Konzept der “Verlinkung” bei den Piraten nur sehr begrenzt angewendet - Links von Anträgen auf Beschlüsse gibt’s z.B. nicht. Und wer wissen will, wie es auf dem letzten Bundesparteitag zuging, kann sich bei Dirk Hillbrecht schlau machen - Spoiler-Alarm: Es motiviert einen nicht unbedingt, der Partei beizutreten.

Christliche Unterwanderung - LINKE Zukunftsperspektiven, total gläubig

Wenn nicht die Linken, wer dann?Normalerweise vergeude ich keine Zeit mit der klerikalen Propaganda, aber wenn uns Herr Gysi mal wieder einen so tiefen Einblick in das LINKE Herz gibt, dann mache ich mal eine Ausnahme: Gregor Gysi: Benedikt XVI. – der ‚Theologe der Moderne’

DIE LINKE…muss man erst mal sacken lassen… Warum erzählt Gregor Gysi „so etwas“? Ein Theologe der Moderne? Ein Exorzist der Moderne ist er zumindest ganz sicher. Hat Herr Ratzinger von der desaströsen katholischen Sexualmoral abgelassen, hat er den unendlichen Reichtum seiner Kirche verwendet, um den Armen zu helfen, hat er sich und seine Organisation dem Gerichtshof für Menschenrechte unterstellt, um die Vergewaltigungen, Sklaverei und Gewalt in der katholischen Kirche auszumerzen, hat er den Alleinigkeitsanspruch seines Kultes widerrufen oder hat er eine globale Konferenz für „Eine Welt“ ins Leben gerufen? …mal kurz googeln… Nee, hat er nicht.

Wenn Gysi die Jesus-Freaks in seiner Partei nicht verärgern will, die überall verbohrte, atheistische Genossen sehen, warum biedert er sich dann bei Ratzinger an? Wenn Gysi nachts nicht schlafen kann, weil er sich um das Seelenheil seines Genossen Ramelow sorgt, warum biedert er sich dann beim Papst an? Die einen akzeptieren nur ihre Jesusse und Bodo gehört nach Ratzingers Aussage einer Sekte an…

Gibt es wirklich eine Schnittmenge von LINKEn und Papst-Fans? Gruselige Vorstellung…

Oder ist Gysi wirklich so zynisch zu glauben, dass Menschen Gängelung und Unterdrückung brauchen? Und wenn's nicht mehr die Partei macht, dann muss es halt die Kirche machen. Zitat Gysi: „In einer gottlosen Gesellschaft gehen alle Wertmaßstäbe verloren.“

Fragt man sich, was der Mann an der DDR gemocht hat - den Versuch des Sozialismus oder den Erfolg des Totalitarismus?

…und so was sind in Deutschland „Linke“? Was kommt als nächstes? Gottesdienste für Autonome und Anarchisten?

Unterm Strich: Die LINKE hat noch einen Bereich gefunden, in dem sie sich unmöglich machen kann und sicher stellt, dass sie auch in den nächsten Jahren nicht mehr als selbstzerfleischenden Debatten über's Liebäugeln mit dem Totalitarismus leisten muss.

In Deutschland gibt es faktisch keine „linke“ Partei.

Mehr zum Thema: Laizismus.

Irischer Premier spricht die Verbrechen der katholischen Kirche laut aus

Von der deutschen Journaille nahezu unbeachtet, hat der irische Premier deutliche Worte gefunden für die Verbrechen, die in der katholischen Kirche geschehen sind und weiter geschehen: Vergewaltigung, Folter und Sklavenarbeit. Der Vatikan vertuscht und verschleiert, wie er nur kann (und er kann, lange Übung darin).

Irland attackiert Vatikan: „Kindesmissbrauch wurde… Cloyne Report; Perhaps now Home Rule- not Rome Rule?
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Der sogenannte Cloyne-Report war die vierte größere Veröffentlichung innerhalb von sechs Jahren über das Vertuschen von Missbrauch in der katholischen Kirche in Irland. In der Diözese Cloyne war Bischof John Magee tätig, dessen Rücktritt Papst Benedikt XVI. im Vorjahr akzeptiert hatte. Ihm war nachgewiesen worden, die Untersuchungen fehlgeleitet zu haben. Außerdem wurden ihm „Fehler beim Schutz von Kindern” vorgeworfen.

Wiener Zeitung vom 21.07.2011: Schwere Vorwürfe gegen den Vatikan

Und Deutschland? Unabhängige Ermittler für Kirchenverbrechen?

Unabhängige Ermittler für KirchenverbrechenIn Deutschland sieht das auch nur auf den ersten Blick besser aus - zwar sind die Ankündigungen vollmundig, der „Große Aufklärer“ Christian „T.“ Pfeiffer, seines Zeichens Leiter des kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen, ist allerdings hinlänglich bekannt, als “Geißel der Talkshows“. Ach, und hier ist seine Predigt in der Kreuzkirche Hannover vor der Evangelischen Studentengemeinde vom 17. Januar 1999 - so sieht in Deutschland ein unabhängiger Ermittler aus.

Na danke…

Trennung von Staat und Kirche für Sozialdemokraten tabu

Mal vom „Arbeitskreis Laizismus“ gehört? Bei der SPD? Vermutlich nicht - das mediale Echo war gering, intern hat's dafür aber satt Prügel gegeben - trotz der Tatsache, dass rund ein Drittel der 500.000 SPD-Mitglieder konfessionsfrei1) sind.

Das war so: Nils Opitz-Leifheit dachte sich, dass die Trennung von Staat und Kirche ein demokratisches Grundprinzip ist und musste voller Schreck feststellen: Die alte Tante SPD hat was mit dem Pfaffen! SPD-Urgestein Horst Isola sah das ähnlich und fragte sich und seine Genossen: Erinnert sich noch jemand, dass die Demokratie gegen den erbitterten Widerstand der Kirchen erkämpft wurde? Seine Genossen, nicht wenige hohe Kirchenfunktionäre, erinnerten sich sehr wohl! Allerdings an eine weitere alte Tradition der SPD…

Selbst das ehemalige Nachrichtenmagazin kann sich den Spott nicht verkneifen und kommentiert am 09.05.2011 den einstimmigen Beschluss des Parteivorstandes der SPD, die Gründung des Arbeitskreises abzulehnen:

Den Wunsch nach Gründung einer laizistischen Arbeitsgemeinschaft innerhalb der SPD lehnten die Spitzengenossen ab. Einstimmig. Ohne große Debatte. Wär' ja noch schöner.

Spiegel Online vom 09.05.2011

Und so singen nun auch die Laizisten im großen Chor mit: “Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!

Nicht mitsingen tut weiterhin Thilo Sarrazin.

1) Quelle: DerWesten vom 10.05.2011 “SPD will Verhältnis zur Kirche nicht ändern
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