Atheistische Zitate

Religionskritisches - nicht zwangsläufig Zitate von Atheisten.

Die moralische Bilanz des Christentums ist erschreckend. Angesichts der Tatsachen des „real existierenden Christentums“, die uns die Geschichtsschreibung überliefert hat - einer militanten Religion, die unmittelbar nach ihrem Sieg in der konstantinischen Wende zur Verfolgung ihrere Gegner übergegangen ist -, ist die These, dass es sich um eine Religion der Liebe handelt, nicht besonders glaubwürdig.

Hans Albert, deutscher Philosoph und Soziologe

Wenn die Geschichte der Naturwissenschaft uns etwas gelehrt haben, dann dieses: Unser Unwissen »Gott« zu nennen, führt nirgendwo hin.

Jerry Coyne, amerikanischer Genetiker

Glaube heißt nicht wissen wollen, was wahr ist.

Friedrich Nietzsche, Der Antichrist

Die Geschichte des Christentums ist hauptsächlich eine Geschichte menschlichen Elends und der menschlichen Unwissenheit - und nicht etwa eine Liebesgeschichte mit Gott.

Sam Harris, Ende des Glaubens, S. 108

Es ist Zeit zu erkennen, dass alle vernunftbegabten Menschen einen gemeinsamen Feind haben. […] Dieser Feind ist kein Geringerer als der Glaube selbst.

Sam Harris, Ende des Glaubens, S. 133

Es ist müßig davon zu reden, daß wir Seelen für Gott gewinnen wollen. Ist Gott so hilflos, daß er nicht von sich aus Seelen für sich gewinnen könnte? Religion ist immer die persönliche Angelegenheit jedes einzelnen.

Mohandas Karamchand Gandhi

Wenn es Auschwitz gibt, kann es Gott nicht geben

Primo Levi - Auschwitz-Überlebender, zitiert von Ferdinando Camon
in „Conversazione con Primo Levi“

Aber so ein Gott Jehova, der zum Vergnügen und mutwillig diese Welt der Not und des Jammers hervorbringt und dann noch gar sich selber Beifall klatscht mit »Alles war sehr gut« (Moses, 1,31): Das ist nicht zu Ertragen.

Arthur Schopenhauer - Die Welt als Wille und Vorstellung

Ein Blutstrom fließt durch achtzehn Jahrhunderte, und an seinen Ufern wohnt das Christentum.

Ludwig Börne, deutscher Schriftsteller - zitiert in: Ludwig Börne. Sein Leben und sein Wirken nach Quellen dargestellt von Dr. phil. Michael Holzmann. Berlin: Oppenheim, 1888. S. 108

Die Beschäftigung mit Unsterblichkeitsideen«, fuhr Goethe fort, »ist für vornehme Stände und besonders für Frauenzimmer, die nichts zu tun haben. Ein tüchtiger Mensch aber, der schon hier etwas Ordentliches zu sein gedenkt und der daher täglich zu streben, zu kämpfen und zu wirken hat, läßt die künftige Welt auf sich beruhen und ist tätig und nützlich in dieser. Ferner sind Unsterblichkeitsgedanken für solche, die in Hinsicht auf Glück hier nicht zum besten weggekommen sind, und ich wollte wetten, wenn der gute Tiedge ein besseres Geschick hätte, so hätte er auch bessere Gedanken.«

J. W. Goethe - zitiert nach: Johann Peter Eckerman: Gespräche mit Goethe in den letzten Jahren seines Lebens - Kapitel 36

Die einzige Entschuldigung Gottes ist, dass er nicht existiert.

Stendhal

Von Religionen weiß ich nichts - jedenfalls nichts Gutes.

Lord Byron

Glaube ist eine Krücke für jene, die Gewißheit wünschen, die einen Sinn im Leben finden wollen, ohne den Mut zu haben, diesen eigenständig zu suchen.

Erich Fromm, aus: Das Christusdogma und andere Essays, 1965

Religion ist das, was die Armen davon abhält die Reichen zu ermorden.

Napoleon Bonaparte

Ich bin umgeben von Priestern, die mir wieder und wieder versichern, dass ihr Reich nicht von dieser Welt sei, aber beständig ihre Hand nach allem aussstrecken, was sie greifen können.

Napoleon Bonaparte

Dies könnte die beste aller möglichen Welten sein, wenn es nur keine Religion in ihr gäbe.

John Adams, 2. Präsident der USA

Verfolgung der Andersdenkenden ist überall das Monopol der Geistlichkeit.

Heinrich Heine1)

Intoleranz ist die natürliche Begleiterscheinung eines starken Glaubens; Toleranz gedeiht nur, wenn der Glaube an Gewissheit einbüßt; die Gewissheit ist mörderisch.

Will Durant: The Age of Faith, 1950

Ewige Verdammnis erwartet jene, die nicht an Gottes Liebe glauben.

Bill Hicks, amerikanischer Komiker

Die Religion hat die Menschen überzeugt, dass im Himmel ein unsichtbarer Mann wohnt,
der alles sieht, was man tut - jeden Tag, jede Minute.
Dieser unsichtbare Mann hat eine Liste von zehn Dingen, die man nicht tun soll.
Wenn man aber doch eine dieser zehn Dinge tut,
dann hat er einen besonderen Ort mit Feuer und Rauch, Flammen und Folter und Angst.
Dorthin schickt er einen, damit man für immer dort lebt und leidet und brennt und erstickt und schreit und weint, bis ans Ende der Zeiten

… Aber er liebt dich!

George Carlin, amerikanischer Komiker

Die Idee der Sünde entstammt der Bibel. Das Christentum ist daher nur ein Heilmittel gegen eine Krankheit, die sie selbst geschaffen hat.
Würden Sie jemandem dankbar sein, der sie mit einem Messer stechen würde, um ihnen ein Pflaster verkaufen zu können?

Dan Barker, amerikanischer Bürgerrechtler

the domain of thought is the one place where gods inarguably exist

Alan Moore, Wikiquote

Dass eine Religion, die damit prahlt, die wahre Hochreligion zu sein, so viele Kulturen buchstäblich niedergemacht hat, muss den Menschen guten Willens zu denken geben.

Karlheinz Deschner, Der Antikatechismus

Je größer der Dachschaden, desto schöner der Ausblick zum Himmel.

Karlheinz Deschner, Tele-Akadamie, SWF, 20.1.2002

Jeder hat zunächst den Gottesglauben, den man ihm aufgeschwatzt hat; aber allmählich hat er den, den er verdient.

Karlheinz Deschner, Bissige Aphorismen, Rowohlt 1994, S. 14

Ich denke, also bin ich kein Christ.

Karlheinz Deschner, Bissige Aphorismen, Rowohlt 1994, S. 35

Gott und Vaterland sind ein unschlagbares Team; bei Unterdrückung und Blutvergießen brechen sie alle Rekorde.

Luis Buñuel

Aussagen Prominenter

By simple common sense I don't believe in God, in none.

Charlie Chaplin, zitiert nach „Manual of a Perfect Atheist“ (1989) von Eduardo Del Rio Garcia

Tut mir leid, ich kann nicht „bei Gott“ schwören, weil ich an diesen Unsinn nun einmal nicht glaube.

Marlon Brando

1) Zitiert nach Beutin, Heinrich Heine, Das Christentum im Urteil seiner Gegner, 1969, S. 222
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