SPD findet noch einige demokratische Grundwerte zum Verraten!

Hoppla, da sag einer, die SPD kriegt nichts mehr auf die Reihe! Wenn es um „sozialdemokratische Werte“ geht, reagiert die alte Tante doch noch ganz fix.

Der Versuch von u.a. Nils Opitz-Leifheit, einen laizistischen Arbeitskreis zu gründen, war ja schon mit geringem Enthusiasmus der sog. Genossen begrüßt worden, aber bevor man sich das mit Pfaffen verscherzt, verrät man doch lieber mal ganz kurz und schmerzhaft Meinungsfreiheit und die Trennung von Staat und Kirche. Ja, die heißen nur Sozialdemokraten - sind aber weder das eine, noch das andere.

Die von der langjährigen SPD-Schattenfinanzministerin Ingrid Matthäus-Maier und dem SPD-Bundestagsabgeordneten Rolf Schwanitz unterstützten „Sozialen und demokratischen LaizistInnen“ stoßen in der SPD-Spitze auf starken Widerstand. Zwar gibt es Arbeitskreise der Christen und der Juden in der SPD. Aber eine Organisation von Laizisten unter dem Dach der Bundes-SPD soll offenbar verhindert werden.

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Dies sei das „Programm eines kämpferischen Atheismus“, warnte schon vor einigen Wochen Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse. Die SPD dürfe keine „antireligiöse Partei“ werden. Parteichef Gabriel fürchtet nun offenbar einen schlagzeilenträchtigen Kulturkampf. Im Umfeld von Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier heißt es, man könne keinen Arbeitskreis gründen, der sich alleine gegen etwas richte.

Berliner Zeitung vom 20.10.2010: Gegen den Blickwinkel der Atheisten

Aus der baufälligen Demokratie-Kaschemme Deutschland einen säkularen, humanistischen Staat aufzubauen, ist wohl die dringendste innenpolitsche Aufgabe.

Die SPD bleibt unwählbar. Dank an Marc-Uwe Kling für seinen zeitlosen Klassiker:

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