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Erziehung und Entwicklung zu einem freien Geist

Freigeisterchen ist sowohl Materialsammlung als auch Nachrichtenplattform zu Fragen der (Kinder-)Erziehung und (Selbst-)Entwicklung.

Leitgedanke ist uns dabei stets die Befreiung von religiösen und ideologischen Beschränktheiten - zu einer selbstbestimmten und eigenverantwortlichen Lebensführung.

Besondere Aufmerksamkeit gilt hier der Familie, dem Familienleben und der Kindererziehung.

Es ist eindeutig an der Zeit, dass wir lernen, unsere emotionalen Bedürfnisse zu befriedigen, ohne uns dem Absurden hinzugeben. Wir müssen Mittel und Wege finden, uns auf die Kraft des Rituals zu berufen und die Übergänge, die in jedem Menschenleben nach Tiefgründigkeit verlangen – Geburt, Hochzeit, Tod –, so zu vollziehen, dass wir uns dabei nicht mehr über die wahre Natur der Dinge in die eigene Tasche lügen.

Erst dann wird die Erziehung unserer Kinder zu dem Glauben, dass sie Christen, Muslime oder Juden seien, weitgehend als das erkannt werden, was sie ist: eine aberwitzige Schamlosigkeit.

Sam Harris

Thematische Übersicht

:!: In Bearbeitung :!:

Da sich viele Artikel noch in frühen Bearbeitungsstadien befinden bzw. noch überarbeitet werden müssen, kann u.U. diese kleine Übersicht helfen:

Aktuelles

Kurznachrichten & Twitter

Freigeisterchen Newsfeed News-Feed Freigeisterchen auf Twitter
  • Laizisten und Liberale als Feindbilder (2012/02/17 23:43)
    Gegen den Laizismus und Liberale und für die Beschneidung von Frauen -- Wegen Verletzung der "öffentlichen Moral" wurden in Tunesien der Herausgeber, ein Redakteur und ein Journalist der Zeitung at-Tu
  • Religion nur in deutscher EU-Grundrechtecharta (2012/02/16 20:29)
    Laut Rolf Schwanitz, SPD-Bundestagsmitglied und Laizist, hat sich bei der Übersetzung der EU-Grundrechtecharta "die Religion" in die deutsche Übersetzung "hineingeschmuggelt" - in der Fassung der ande
  • Spott im Namen Darwins: Fisch frisst Fisch (2012/02/13 14:34)
    An der Frage von Schöpfung und Evolution entzündet sich der Konflikt zwischen religiösen Fundamentalisten und wissenschaftsorientierten Menschen. Charles Darwin wird zur Identifikations- und Symbolfig
  • Interpol accused after journalist arrested over Muhammad tweet (2012/02/13 08:49)
    Interpol hilft bei der Jagd auf Ketzer... Saudi Arabia used Interpol's system to get journalist arrested in Malaysia for insulting the Prophet Muhammad on Twitter
  • Großbritannien: Auch Christen fallen unter die Werbeaufsicht | Telepolis (2012/02/09 09:32)
    Die Advertising Standards Authority untersagt Behauptungen zur Heilung von Krankheiten durch Gebete
  • Raju Sharma: "Wir sind nicht kirchenfeindlich" (2012/02/08 22:58)
    Die LINKE geht auf Kuschelkurs, Bodo Ramelow kommt also doch in den Himmel: "Viele Werte von Humanismus und Christentum sind gleich -- Die Kirchensteuer durchbreche zwar das Gebot der Neutralität, sei
  • Nahles ist gegen "strikten Laizismus" (2012/02/07 22:33)
    Demokraten bitte austreten! Intolerant und stolz darauf: Die SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles hat sich gegen eine strikte Trennung von Staat und Religion ausgesprochen. In der aktuellen Ausgabe der
  • "Hallo- und Tschüss-freie Zone" (2012/02/06 10:27)
    Eine Rektorin in Passau sorgt sich um die Karriere ihrer Schüler und besteht auf Grüß Gott und Auf Wiedersehen

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Kinderkarneval - ein begründeter Anfangsverdacht

Mein Montagsthema hat sich mir am vergangenen Wochenende aus aktuellem Anlass sozusagen aufgedrängt. Wir haben unsere sechsjährige Tocher zu einem Auftritt ihrer Kindertanz-Gruppe gebracht. Ich wusste sehr wenig über diesen Auftritt, nur dass er auf einem Dorf stattfinden sollte, dessen Namen ich noch nicht gehört hatte, in einem Festzelt. Ich bin also ziemlich ahnungslos hingefahren. Misstrauischer wäre ich schon gewesen, hätte ich gewusst, dass es sich um eine Karnevals-Veranstaltung handelte, genauer gesagt, um den Kinderkarneval des dortigen Karnevalsvereins. Beim Anblick der ersten Narrenkappen und beim ersten Humtata konnte ich meinen Instinkt, schreiend rauszulaufen, nur mühsam unterdrücken.

Das Zelt war bereits gut gefüllt, die rotbenaste und deftig-launige Dorfgemeinde saß auf langen Bänken, im Takt klatschend und Berliner essend (Pfannkuchen oder Krapfen oder wie auch immer sie hier heißen mögen - wir sind Zugezogene und erst seit dreieinhalb Jahren in der Gegend). In einer Ecke des Zeltes trafen wir den Rest der Tanzgruppe. Hier konnten sich die Kinder umziehen und auf ihren Auftritt warten.

Um 15:11 Uhr begann die Prunksitzung der kleinen Jecken. Der jugendliche Sitzungspräsident hätte aus dem Telefonbuch wahrscheinlich mit mehr Leidenschaft vorgetragen und das Prinzenpaar wirkte komplett ferngesteuert. Dann kamen die Darbietungen der einzelnen Kindergarten- und Schulgruppen und hier schlug meine Fremdscham in Ärger um. Eine Gruppe vier- bis fünfjähriger Mädchen in glitzernden Miniröckchen und mit geschminkten Lippen und Augen kam auf die Bühne, um mit den Popos zu wackeln und sich lasziv über den Boden zu rollen. Manche bekommen das schon recht überzeugend hin und mich irritieren diese abgeschauten, antrainierten, aber völlig unverstandenen Bewegungen und Posen, die ihre Wirkung nicht verfehlen. Ich frage mich unwillkürlich, wie viele Menschen mit pädophilen Neigungen in diesem Zelt sitzen und bei wie vielen die Phantasie durch solche Darbietungen angeregt wird.

Wenn man nach “Sexualisierung von Kindern” sucht, stößt man zunächst auf eine andere Debatte. Hier äußern sich hauptsächlich religiös motivierte Menschen besorgt über Aufklärungs-Initiativen der Bundesregierung. Darum geht es mir hier nicht. Kinder sind bereits sexuelle Wesen und sobald sie sich für das Thema interessieren, darf Sexualität nicht mit einem Tabu belegt werden. Und dass Kinder - insbesondere Mädchen - ab elf oder zwölf beginnen, ihre eigene Sexualität zu entdecken, sich dabei an Vorbildern aus dem Showbiz orientieren, und sicherlich beim Ausprobieren auch über das Ziel hinausschießen, gehört zur Pubertät dazu. Umso besser, wenn sie dann schon möglichst gut Bescheid wissen - über Verhütung und darüber, was selbstbestimmte Sexualität bedeutet.

Da darf der Rock dann auch mini sein, das Shirt bauchfrei, denn Selbstverständnis und Wirkung müssen ausprobiert werden. Unangemessen fand ich hingegen die Jeans, die eine Bekannte uns second hand vermachte, und deren Schnitt bei unser damals dreijährigen Tochter weibliche Rundungen suggerierte, die sie noch lange Zeit nicht haben würde. Dass wir den Mädchen mit drei, vier oder fünf Jahren bereits dieses Role model nahelegen, sie verkleiden, schminken und uns über entsprechende Posen freuen, das geht mir zu weit. Es zeigt nicht, dass mit den Kindern etwas nicht stimmt, sondern, dass unser Blick sich verändert hat. Manche wollen nur vermeintlich süße Bilder ihrer Kinder verschicken, andere verstehen Sexy-Sein als Synonym für Attraktivität und und gemocht-werden und wieder andere versuchen vielleicht, (ihre eigene?) Sexualität zu verniedlichen, zu verkindlichen.

Die Gruppe meiner Tochter erschien kurz danach auf der Bühne in kindgerechten Phantasiekostümen, was mich vordergründig wieder beruhigte, aber das Thema wird uns sicher noch beschäftigen.

Und der Engel Gabriel (Sigmar) sprach....

„So trennet denn die Ungläubigen in die ungläubigen Ungläubigen und sozialdemokratischen Ungläubigen - auf dass sie einander zerreissen.“

Am 07.02.12 stellte die SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles noch mal fest: In der SPD wird es keinen Laizismus geben - keinen der den Namen verdient. Geschickter ist hier der Vorsitzende Sigmar Gabriel:

Sigmar Gabriel, der Parteivorsitzende, hatte zwar der Gruppe kürzlich angeboten, sich als „Arbeitskreis der Atheisten und Freidenker in der SPD“ konstituieren zu dürfen. Laizismus, also die (Forderung nach) strikte(r) Trennung von Staat und Kirche, bleibe jedoch unter dem Banner der SPD unzulässig. Wie „vergiftet“ Gabriels Angebot war, stellte sich sogleich heraus; denn die Gruppe spaltete sich unversehens.

xtranews “Die vier Evangelisten und die laizistischen Sozialdemokraten“ vom 08.02.12

Die Damen und Herren der Gruppe sollten sich die Frage stellen, ob ihr Laizismus nun praktische oder symbolische Politik sein soll. Praktisch scheint in der SPD dieser Tage1) nahezu ausgeschlossen.

Wenn es symbolische Politik ist, dann hilft sie, das Bild der jetzigen SPD klarer zu zeichnen. Eine „Volkspartei“, die sich der Meinung eines Drittels der Bevölkerung mit Verboten verschliesst - nur weil dieses Drittel weniger laut und nachdrücklich in Erscheinung tritt.

Die Ähnlichkeit zur CDU wird damit noch geringer und immer deutlicher, dass die Krise der repräsentativen Demokratie nicht im Mangel an Interesse im Volk oder im Mangel an charismatischen Persönlichkeiten begründet liegt, sondern dass die Parteien selbst der Willensbildung und -ausübung im Wege stehen - einer immer größer werdenden Zahl von Menschen in diesem Land geht es um Themen und nicht um kafkaöse Partei-Organisationen mit Fraktionszwang, Dogmatismus und Arbeitsgruppen-Verboten.

Ja, es gibt „Parteien“, die eigentliche keine Partei sein wollen, sondern Themen in einer möglichst breiten Öffentlichkeit kontrovers debattieren wollen - eine schockierende, geradezu absurde Vorstellung, nicht wahr? Schließlich heißt es doch „Einigkeit, Recht und Freiheit“ - zuerst die Einigkeit, was davon übrig bleibt, wird durch das Recht beschränkt und was dann noch übrig bleibt, das nennen wir dann Freiheit…

Und ihr wundert euch, warum die Deutschen größtenteils so wenig begeistert sind von dieser Freiheit - für diese Freiheit, für die jeden Tag Menschen in anderen Ländern kämpfen und sterben?

1) Erinnert sich noch jemand, dass die Demokratie gegen den erbitterten Widerstand der Kirchen erkämpft wurde? fragte unlängst der SPDler Horst Isola seine Genossen - und niemand antwortete ihm…

Aktuell: Zur Wintersonnenwende

Auch wir sind z.Zt. mit den Vorbereitungen für die Mittwinter-Feiern beschäftigt - verzichten aber absichtlich und nachdrücklich auf die Elemente, die das Christentum diesem Fest aufgezwängt hat.

Das fällt nicht mal besonders schwer, da gerade das Christentum mit dem Fest der Wintersonnenwende so gar nichts anzufangen weiß, das „Fest der ewigen Wiederkehr“ passt nicht in diesen apokalyptischen, lebens- und naturfeindlichen Kult.

Bei uns gibt es einen immergrünen Baum (ja, im Zimmer - so viel „Zivilisation“ gönnen wir uns dann doch), ein Hexenhaus mit Süßigkeiten (das Märchen dazu fanden wir zu dämlich, um es zu erzählen), Väterchen Forst (wenn möglich in anderen als Coca-Cola-Farben), Lieder über die Schönheit von Winter und Schnee, einen Kalender, der die Tage bis zur Wintersonnenwende zählt: Wir feiern am 22.12. (oder 21.12. je nach dem), mit Geschenken, von Leuten, die an uns denken und uns mögen.

Keine Engel, keine Krippen, kein Weihnachtsmann, kein „Christkind“, kein Merchandising, kein billiger Hokuspokus, kein Angst-Einjagen, keine „bösen Kinder“, keine „guten Kinder“ - kein Unsinn, kein Bullshit.

Ein besinnliches Familienfest zu Beginn des Winters, wo man auf Schnee hofft, sich auf Schlittenfahren und lange Spiele- und Vorlese-Abende bei Kerzenlicht und Keksen im Kreise seiner Familie und Freunde freut.

Wer noch Geschenkidee braucht, kann bei den Spielen oder Büchern reingucken. Wir haben eine Liste mit Spielen und Hörbüchern bei Amazon zusammengestellt zum Informieren - kauft wenn möglich bei einem Laden um die Ecke. ;-)

Pfeifen im Walde? Krakeelen im Kielraum!

Da gibt es eine Partei, die es gerade in einem kleinen Land über die 5%-Hürde geschafft hat. Diese Partei ist eine kleine Partei. Sie hat ein kleines Themenspektrum. Wer lange sucht, findet in ihrem nicht gerade kleinen oder übersichtlichen Daten-Wust im Internet die eine oder andere Erwähnung des Laizismus, sogar einen angenommenen Antrag zum Laizismus. Nein, Teil des offiziellen Parteiprogrammes ist das noch lange nicht.1)

Der Untergang des Abendlandes ist nah - Laizismus an Bord des Piratenschiffes!Damit ist diese kleine Partei in Deutschland die einzige Partei, die für weltanschauliche Neutralität des Staates, für wirkliche Glaubensfreiheit, für Laizismus in Deutschland eintritt. Dieses in der Realität umzusetzen dürfte nicht leicht werden, der Filz zwischen Staat und Kirche ist kräftig und die meisten Volksvertreter sehen zumindest keine Veranlassung, es sich mit der Kirche zu verscherzen, um es mal milde auszudrücken.

Wer würde diese kleine Partei wohl als Bedrohung ansehen? Die Kleriker? Nein, nicht doch - nicht in einem demokratischen Staat, in dem alle anderen Parteien nahezu geschlossen der Kirche ihren Sonderstatus belassen wollen! Könnte man denken… läge man aber falsch mit - die klerikale Propaganda tönt lautstark: Laizismus ist nicht möglich, dafür ist der Filz viel zu stark!

Die Forderung der Piratenpartei nach strikter Trennung von Staat und Kirche hat nach Ansicht von Parteienforschern wenig Chancen auf Verwirklichung. Die historisch gewachsenen Beziehungen zwischen Kirchen und Staat seien „Teil der politischen Kultur in Deutschland“.

Für eine Änderung der Verträge zwischen Kirchen und Staat werde die Piratenpartei weder eine parlamentarische noch eine gesellschaftliche Mehrheit finden.

evangelisch.de: Piraten-Forderung zu Kirchen "nicht durchsetzbar"

Eine gesellschaftliche Mehrheit für Verträge von 1803? Eine gesellschaftliche Mehrheit für Vereinbarungen mit den Nationalsozialisten? Eine gesellschaftliche Mehrheit für mittelalterliche Pfründe? Eine gesellschaftliche Mehrheit für Staatsreligion? Eine gesellschaftliche Mehrheit für totale Undurchsichtigkeit der Kirchenfinanzen? Eine gesellschaftliche Mehrheit für die staatliche Bezahlung zehntausender Männern in seltsamen Kleidern? Eine gesellschaftliche Mehrheit für Vertuschung von Kindesmissbrauch in der Kirche?

Nein, dafür gibt es keine gesellschaftliche Mehrheit - es interessiert die meisten nur nicht genug, dass sie sich darüber aufregen würden. Das wird erst anders, wenn das Geld knapper und offensichtlich wird, wohin die Steuermillionen fließen - und selbst die nicht sonderlich kirchenkritischen Öffentlichen-Rechtlichen Fernsehanstalten haben jetzt doch tatsächlich was raus gefunden: Es gibt “Die heimliche Kirchensteuer” - nur ca. ein Jahr nach Carsten Frerks “Violettbuch Kirchenfinanzen”, aber immerhin!

Hier nochmal in Gänze aus dem Grundsatzprogramm der Berliner Piraten:

Freiheit und Vielfalt der kulturellen, religiösen und weltanschaulichen Einstellungen kennzeichnen die modernen Gesellschaften. Diese Freiheiten zu garantieren, ist Verpflichtung für das Staatswesen. Dabei verstehen wir unter Religionsfreiheit nicht nur die Freiheit zur Ausübung einer Religion, sondern auch die Freiheit von religiöser Bevormundung. Wir erkennen und achten die Bedeutung, die individuell gelebte Religiosität für den einzelnen Menschen erlangen kann. Die weltanschauliche Neutralität des Staates herzustellen, ist daher eine für die gedeihliche Entwicklung des Gemeinwesens notwendige Voraussetzung. Ein säkularer Staat erfordert die strikte Trennung von religiösen und staatlichen Belangen; finanzielle und strukturelle Privilegien einzelner Glaubensgemeinschaften, etwa im Rahmen finanzieller Alimentierung, bei der Übertragung von Aufgaben in staatlichen Institutionen und beim Betrieb von sozialen Einrichtungen, sind höchst fragwürdig und daher abzubauen. Im Sinne der Datensparsamkeit ist die Erfassung der Religionszugehörigkeit durch staatliche Stellen aufzuheben, ein staatlicher Einzug von Kirchenbeiträgen kann nicht gerechtfertigt werden.

Grundsatzprogramm der Berliner Piraten (PDF)

TL;DR: Piratenpartei in Berlin hat Laizismus im Programm - christliche Propaganda erklärt prompt Laizismus für unmöglich.

1) Leider wird das Konzept der “Verlinkung” bei den Piraten nur sehr begrenzt angewendet - Links von Anträgen auf Beschlüsse gibt’s z.B. nicht. Und wer wissen will, wie es auf dem letzten Bundesparteitag zuging, kann sich bei Dirk Hillbrecht schlau machen - Spoiler-Alarm: Es motiviert einen nicht unbedingt, der Partei beizutreten.

Christliche Unterwanderung - LINKE Zukunftsperspektiven, total gläubig

Wenn nicht die Linken, wer dann?Normalerweise vergeude ich keine Zeit mit der klerikalen Propaganda, aber wenn uns Herr Gysi mal wieder einen so tiefen Einblick in das LINKE Herz gibt, dann mache ich mal eine Ausnahme: Gregor Gysi: Benedikt XVI. – der ‚Theologe der Moderne’

DIE LINKE…muss man erst mal sacken lassen… Warum erzählt Gregor Gysi „so etwas“? Ein Theologe der Moderne? Ein Exorzist der Moderne ist er zumindest ganz sicher. Hat Herr Ratzinger von der desaströsen katholischen Sexualmoral abgelassen, hat er den unendlichen Reichtum seiner Kirche verwendet, um den Armen zu helfen, hat er sich und seine Organisation dem Gerichtshof für Menschenrechte unterstellt, um die Vergewaltigungen, Sklaverei und Gewalt in der katholischen Kirche auszumerzen, hat er den Alleinigkeitsanspruch seines Kultes widerrufen oder hat er eine globale Konferenz für „Eine Welt“ ins Leben gerufen? …mal kurz googeln… Nee, hat er nicht.

Wenn Gysi die Jesus-Freaks in seiner Partei nicht verärgern will, die überall verbohrte, atheistische Genossen sehen, warum biedert er sich dann bei Ratzinger an? Wenn Gysi nachts nicht schlafen kann, weil er sich um das Seelenheil seines Genossen Ramelow sorgt, warum biedert er sich dann beim Papst an? Die einen akzeptieren nur ihre Jesusse und Bodo gehört nach Ratzingers Aussage einer Sekte an…

Gibt es wirklich eine Schnittmenge von LINKEn und Papst-Fans? Gruselige Vorstellung…

Oder ist Gysi wirklich so zynisch zu glauben, dass Menschen Gängelung und Unterdrückung brauchen? Und wenn's nicht mehr die Partei macht, dann muss es halt die Kirche machen. Zitat Gysi: „In einer gottlosen Gesellschaft gehen alle Wertmaßstäbe verloren.“

Fragt man sich, was der Mann an der DDR gemocht hat - den Versuch des Sozialismus oder den Erfolg des Totalitarismus?

…und so was sind in Deutschland „Linke“? Was kommt als nächstes? Gottesdienste für Autonome und Anarchisten?

Unterm Strich: Die LINKE hat noch einen Bereich gefunden, in dem sie sich unmöglich machen kann und sicher stellt, dass sie auch in den nächsten Jahren nicht mehr als selbstzerfleischenden Debatten über's Liebäugeln mit dem Totalitarismus leisten muss.

In Deutschland gibt es faktisch keine „linke“ Partei.

Mehr zum Thema: Laizismus.

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